Leistung 04 · Entwurfsplanung TGA

Entwurfsplanung TGA in Leistungsphase 3 nach HOAI

Dimensionierung, Trassenführung und Kostenberechnung nach DIN 276: die Entwurfsplanung schafft die technische Grundlage für Genehmigung, Ausschreibung und Ausführung Ihrer Immobilie in Berlin und Brandenburg.

Architekten-Planungstisch mit Grundriss und Gebäudemodell in der TGA-Entwurfsphase
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Ergebnisse der Entwurfsplanung

Wir übersetzen Ihre Projektziele in ein technisches Konzept: Systementscheidungen für Sanitär, Heizung und Lüftung, Vordimensionierung, Trassen- und Schachtkonzepte, Technikflächen und eine belastbare Grundlage für Bauantrag, Kostenberechnung nach DIN 276 und Ausschreibung. Die Entwurfsplanung ist die Phase, in der ein Gebäude technisch „festgelegt“ wird: Was hier entschieden wird, lässt sich später nur mit hohem Aufwand ändern.

  • Systementscheidungen SHL mit Variantenvergleich (Investition, Betrieb, CO₂)
  • Vordimensionierung nach DIN EN 12831, DIN 1988-300, DIN 1946-6 und DIN EN 16798
  • Trassen-, Schacht- und Technikflächenkonzept in Grundriss und Schnitt
  • Versorgungskonzepte für Trinkwasser, Abwasser, Wärme, Kälte und Luft
  • Kostenberechnung nach DIN 276 auf Ebene der 2. Gliederungsstufe (KG 410–430)
  • Erläuterungsbericht mit Anlagenbeschreibung und Kennwerten
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Koordination mit Architektur und Tragwerk

Wir arbeiten früh mit Architekt:innen und Tragwerksplanung zusammen, um Technikflächen, Steigzonen und Deckenkonstruktionen so festzulegen, dass die spätere Ausführung ohne Kollisionen läuft. Typische Konfliktpunkte sind Unterzüge in Lüftungstrassen, zu kleine Installationsschächte, fehlende Aufstellflächen für Wärmepumpen oder Lüftungsgeräte und Schallschutzanforderungen nach DIN 4109 gegenüber Aufenthaltsräumen. Frühe TGA-Integration erspart teure Nachträge in LPH 5 und 8.

Bei modellbasierten Projekten liefern wir das TGA-Fachmodell im IFC-Format und stimmen Koordinationsmodelle in regelmäßigen Planungsbesprechungen ab. Bei klassischen 2D-Projekten arbeiten wir mit abgestimmten Schnitten durch die kritischen Zonen.

Technische Unterlagen und Vorplanung eines TGA-Entwurfs im Ingenieurbüro
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Leistungsbild nach HOAI Anlage 15, Leistungsphase 3

Die Entwurfsplanung Technische Ausrüstung ist in Anlage 15 der HOAI definiert und mit 15 % des Gesamthonorars bewertet. Die Grundleistungen umfassen im Kern:

  • Durcharbeiten des Planungskonzepts stufenweise bis zum vollständigen Entwurf
  • Festlegen aller Systeme und Anlagenteile
  • Berechnung und Bemessung sowie zeichnerische Darstellung und Anlagenbeschreibung
  • Angabe und Abstimmung der für die Tragwerksplanung notwendigen Angaben (Durchbrüche, Lasten)
  • Fortschreiben und Detaillieren des Funktions- und Sicherheitskonzepts
  • Kostenberechnung nach DIN 276 und Kostenkontrolle gegenüber der Kostenschätzung
  • Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse
Typische Kennwerte und Maßstäbe in der TGA-Entwurfsplanung
PlanungsinhaltTypischer Maßstab / KennwertGrundlage
Grundrisse Sanitär, Heizung, LüftungM 1:100 (Wohnbau), M 1:100–1:50 (Gewerbe)Architektur-Entwurf
AnlagenschemataPrinzipschema je AnlagengruppeSystementscheidung
Heizlast Wohnbau Neubau (GEG-Standard)ca. 25–45 W/m²DIN EN 12831-1
Heizlast Bestand unsaniertca. 80–140 W/m²DIN EN 12831-1
Vorlauftemperatur Wärmepumpe≤ 55 °C, ideal 35–45 °CBEG-Förderbedingungen
Außenluftvolumenstrom Wohnenca. 30 m³/h je PersonDIN 1946-6
Technikfläche Wohnbauca. 1,5–3 % der BruttogrundflächeErfahrungswert
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Grundlage für Genehmigung und Förderung

Die Entwurfsplanung liefert die belastbaren Kennzahlen für Bauantrag, GEG-Nachweis, Kostenrahmen und Fördermittelanträge (BEG EM, BEG EH, KfW-Programme). Systementscheidungen werden hier bewusst getroffen — nicht auf der Baustelle korrigiert. Für Wärmepumpen im Bestand prüfen wir in dieser Phase, ob die Heizflächen mit maximal 55 °C Vorlauf auskommen; für Lüftungsanlagen führen wir das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 durch.

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Entwurfsplanung für Bauvorhaben in Berlin und Brandenburg

Unser Büro sitzt in Mühlenbeck am nördlichen Berliner Stadtrand. Wir planen Wohn- und Gewerbeimmobilien in ganz Berlin sowie im Brandenburger Umland, insbesondere in Oberhavel, Barnim, Havelland und Potsdam. In Berlin prägen Fernwärmeverfügbarkeit, dichte Blockrandbebauung, Regenwasserbewirtschaftung auf dem Grundstück und Anforderungen der Bauordnung Berlin die Systemwahl. In Brandenburg spielen Erdwärme, Grundwasserwärmepumpen, dezentrale Trinkwasserversorgung und die Brandenburgische Bauordnung eine größere Rolle. Beides berücksichtigen wir bereits im Entwurf, damit Genehmigung und Förderantrag ohne Schleifen durchlaufen.

  • Fernwärmeprüfung und Anschlusskonzept in Berliner Innenstadtlagen
  • Regenwasserbewirtschaftung und Versickerungsnachweis auf dem Grundstück
  • Erd- und Grundwasserwärme in Brandenburg inkl. wasserrechtlicher Anforderungen
  • Abstimmung mit Bauaufsicht, Versorgern und Prüfingenieuren vor Ort
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Typische Fehler, die eine gute Entwurfsplanung vermeidet

Aus vielen Bestands- und Neubauprojekten kennen wir die Muster, die später teuer werden: zu knapp bemessene Schächte, fehlende Revisionsöffnungen, Wärmepumpen ohne Schallschutznachweis zum Nachbarn, Technikräume ohne Zuluft oder Bodenablauf, Trinkwasserleitungen mit Stagnationsstrecken oder Lüftungsgeräte, die nach Fertigstellung nicht mehr austauschbar sind. Diese Punkte klären wir in Leistungsphase 3 — dokumentiert und mit allen Beteiligten abgestimmt.

FAQ

Häufige Fragen zur TGA-Planung

Was ist Entwurfsplanung in der TGA?

Die Entwurfsplanung entspricht HOAI-Leistungsphase 3. Hier fallen die tragenden technischen Entscheidungen: Systemwahl für Sanitär, Heizung und Lüftung, Dimensionierung der Anlagen, Trassen- und Schachtkonzepte, Technikflächen. Ergebnis ist eine planungssichere Grundlage für Genehmigung und Kostenberechnung nach DIN 276.

Wodurch unterscheidet sich Entwurfs- von Ausführungsplanung?

Die Entwurfsplanung (LPH 3) trifft Systementscheidungen und dimensioniert die Anlagen prinzipiell. Die Ausführungsplanung (LPH 5) liefert die detaillierten, prüffähigen Unterlagen, mit denen ausführende Firmen bauen — inklusive Strangschemata, Kollisionsprüfung und Technikraumaufteilung.

Wann sollte die TGA-Entwurfsplanung starten?

Idealerweise parallel zur Architektur-Entwurfsplanung. Je früher TGA-Fachplaner Trassen, Schächte, Technikflächen und Vorlauftemperaturen mit Architektur und Tragwerk abstimmen, desto weniger kostspielige Nachträge fallen in der Ausführung an.

Welche Unterlagen braucht der TGA-Planer für die Entwurfsplanung?

Architektur-Entwurf (Grundrisse, Schnitte, Ansichten, möglichst als DWG oder IFC), das Nutzungskonzept mit Belegungszahlen, den Energiestandard bzw. GEG-Ziel, Angaben zu Medienanschlüssen (Wasser, Fernwärme, Gas, Strom) und bei Bestand die vorhandenen Anlagen. Fehlende Grundlagen ermitteln wir in der Grundlagenermittlung (LPH 1) und Vorplanung (LPH 2).

Wie wird die Entwurfsplanung TGA nach HOAI honoriert?

Die Leistungsphase 3 hat in der Anlage 15 HOAI einen Anteil von 15 % am Gesamthonorar der Technischen Ausrüstung. Das Honorar richtet sich nach den anrechenbaren Kosten der Anlagengruppen und der Honorarzone. Wir legen vor Beauftragung ein transparentes Angebot mit Leistungsbild und Honorarermittlung vor.

Was bedeutet die Entwurfsplanung für Bauvorhaben in Berlin und Brandenburg konkret?

In Berlin sind häufig Fernwärmeanschluss, Regenwasserbewirtschaftung nach BReWa-BE und dichte Innenstadtlagen mit knappen Technikflächen entscheidend. In Brandenburg stehen Grundwasser- und Erdwärmenutzung, Trinkwasserversorgung im Außenbereich und Kleinkläranlagen häufiger im Fokus. Beides fließt bei uns bereits in die Systementscheidung der LPH 3 ein.

Kontakt

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Ob Neubau, Bestandssanierung oder Projektentwicklung: Wir prüfen die technische Ausgangslage und entwickeln belastbare Planungsgrundlagen für Sanitär, Heizung und Lüftung.