Thermen am Ende der Lebensdauer
Viele Gasetagenheizungen in Berliner Altbauten stammen aus den 1990er- und 2000er-Jahren. Ersatzteile werden knapp, Ausfälle häufen sich – Wohnung für Wohnung, unkoordiniert und teuer.
Konzept, Planung und Umsetzung als Generalunternehmen: Statt vieler einzelner Gasthermen versorgt eine zentrale Wärmepumpe Ihr Mehrfamilienhaus, jede Wohnung erhält eine Wohnungsstation für Heizung und Warmwasser. GEG-konform, förderfähig und im bewohnten Zustand umsetzbar.

In Berlin heizen noch hunderttausende Wohnungen mit einer eigenen Gastherme – vor allem in Gründerzeitquartieren und Nachkriegsbauten. Was einmal praktisch war, wird beim Austausch zur Sackgasse.
Viele Gasetagenheizungen in Berliner Altbauten stammen aus den 1990er- und 2000er-Jahren. Ersatzteile werden knapp, Ausfälle häufen sich – Wohnung für Wohnung, unkoordiniert und teuer.
Nach dem Gebäudeenergiegesetz muss neu eingebaute Heiztechnik perspektivisch zu 65 % erneuerbar betrieben werden. Für einzelne Etagenthermen gibt es dafür kaum praktikable Lösungen.
Jede Therme braucht Abgasführung, Wartung und Messung. Dazu kommen Grundpreise für viele einzelne Gaszähler und die Unsicherheit über die Zukunft des Gasnetzes.
Eine Wärmepumpe je Wohnung ist im Geschosswohnungsbau technisch, akustisch und wirtschaftlich selten darstellbar. Der Ausweg ist die Zentralisierung.


Die Zentralisierung der Gasetagenheizung folgt einem klaren Prinzip: Ein Wärmeerzeuger, neue Stränge, eine Übergabestation je Wohnung.
Luft-Wasser-Wärmepumpe im Hof, auf dem Dach oder als Innenaufstellung – bei Bedarf als Kaskade oder Hybrid mit Spitzenlastkessel.
Zwei-Leiter-Netz durch Treppenhaus oder stillgelegte Abgasschächte, hydraulisch abgeglichen nach Verfahren B.
Heizungsverteilung und Warmwasser im Durchflussprinzip, Wärmemengenzähler für die Abrechnung nach Heizkostenverordnung.
Heizkörper werden auf niedrige Vorlauftemperatur geprüft und punktuell getauscht, damit die Wärmepumpe effizient läuft.
Eine zentrale Wärmepumpe versorgt das gesamte Haus GEG-konform – ohne Einzellösungen je Wohnung.
Wohnungsstationen erwärmen Trinkwasser im Durchflussprinzip. Keine Speicher, keine Legionellenproblematik, kein Zirkulationsnetz für Warmwasser.
Wärmemengenzähler in jeder Wohnungsstation liefern die Verbräuche nach Heizkostenverordnung – so einfach wie bisher mit dem Gaszähler.
Heizlast nach DIN EN 12831 und Heizflächenprüfung ermöglichen Vorlauftemperaturen, mit denen die Wärmepumpe effizient arbeitet.
Kein Schornsteinfeger je Wohnung, keine Einzelwartung, keine Grundpreise für viele Gasanschlüsse.
Der Heizungstausch auf Wärmepumpe ist über die BEG förderfähig – inklusive Umfeldmaßnahmen wie Stränge und Wohnungsstationen.
Von der ersten Machbarkeitsprüfung bis zur Übergabe der fertigen Anlage: Sie haben einen Ansprechpartner, einen Vertrag und einen Terminplan.
Aufnahme von Thermen, Steigleitungen, Heizflächen, Aufstellort, Elektro- und Schallsituation. Klare Aussage, ob und wie die Zentralisierung funktioniert.
Raumweise Heizlast nach DIN EN 12831, Auslegung Wärmepumpe (Mono, Kaskade oder Hybrid), Vorlauftemperatur, Pufferung und Regelungskonzept.
Neue Steigstränge, Dimensionierung der Wohnungsstationen nach Zapfprofil, Trinkwasserhygiene nach DIN 1988-200, hydraulischer Abgleich Verfahren B.
Aufbereitung der technischen Unterlagen für BEG-Anträge, Kostenrahmen und verständliche Unterlagen für WEG-Beschlüsse und Hausverwaltungen.
Ausführung mit unseren Partnerbetrieben für Heizung, Sanitär, Elektro und Bau – ein Vertrag, ein Ansprechpartner, ein Terminplan.
Hydraulischer Abgleich, Einregulierung, Einweisung, Fachunternehmererklärung und förderfähige Nachweise. Übergabe mit vollständiger Dokumentation.
Flexibler Leistungsumfang: Die Umsetzung als Generalunternehmen bieten wir auf Wunsch an. Ebenso möglich ist die reine TGA-Fachplanung nach HOAI mit Ausschreibung an Betriebe Ihrer Wahl.
Für die Zentralisierung von Gasetagenheizungen setzen wir bevorzugt auf das Buderus-System: Wärmepumpe, Wohnungsstationen, Speicher und Regelung sind aufeinander abgestimmt. Das reduziert Schnittstellen in Planung und Bau und sichert Eigentümern langfristigen Service.
Sie schildern Objekt, Anzahl der Wohnungen und Thermen. Unterlagen können direkt hochgeladen werden.
Wir prüfen Keller, Stränge, Wohnungen, Aufstellort und Elektroanschluss vor Ort in Berlin oder Brandenburg.
Technisches Konzept mit Wärmepumpe und Wohnungsstationen, Variantenvergleich und belastbarer Kostenrahmen.
Förderunterlagen, Beschlussvorlage für WEG oder Eigentümer, Klärung der Modernisierungsumlage.
Strangweise Ausführung durch unsere Partnerbetriebe, Thermen bleiben bis zur Umschaltung in Betrieb.
Abgleich, Einweisung, Dokumentation und Nachweise für die Förderauszahlung.
Die Umstellung läuft strangweise: Während ein Strang neu installiert wird, heizen die übrigen Wohnungen weiter mit ihren Thermen. Termine in den Wohnungen werden früh angekündigt, Mieter und WEG erhalten einen festen Ablaufplan. Am Umschalttag werden die Thermen demontiert und die Wohnungsstationen in Betrieb genommen – meist innerhalb weniger Arbeitstage pro Wohnung.
| Thema | Gasetagenheizung | Wärmepumpe + Wohnungsstationen |
|---|---|---|
| Wärmeerzeuger | Eine Gastherme je Wohnung, unterschiedliches Alter und Zustand | Eine zentrale Wärmepumpe (ggf. Kaskade) für das gesamte Haus |
| Warmwasser | Durchlauf in der Therme, oft geringe Leistung | Wohnungsstation im Durchflussprinzip, hygienisch ohne Speicher |
| Abrechnung | Eigener Gaszähler je Wohnung mit Grundpreis | Wärmemengenzähler je Wohnungsstation nach Heizkostenverordnung |
| Wartung | Jede Therme einzeln, Schornsteinfeger je Wohnung | Eine Anlage zentral, kein Abgas, keine Einzelwartung |
| GEG | 65-%-Regel bei Austausch kaum erfüllbar | Erneuerbare Wärme für alle Wohnungen, GEG-konform |
| Förderung | Keine Förderung für fossile Technik | BEG bis zu 70 % inkl. Umfeldmaßnahmen |
| CO₂ und Betriebskosten | Steigende CO₂-Abgabe auf Erdgas | Strombasiert, kombinierbar mit PV und Mieterstrom |
Die Kosten hängen von der Anzahl der Wohneinheiten, der Zahl der Stränge, dem Aufstellort der Wärmepumpe, der Elektroversorgung und dem Zustand der Heizkörper ab. Nach der Bestandsaufnahme erhalten Sie einen belastbaren Kostenrahmen je Wohneinheit – keine Pauschalversprechen.
Beschlussfähige Unterlagen, Kostenrahmen je Einheit und ein Ansprechpartner für den gesamten Umbau.
Entlastung im Projektmanagement: Planung, Förderung, Ausführung und Dokumentation aus einer Hand.
3 bis 20 Wohneinheiten in Berlin und Brandenburg – vom Gründerzeit-Altbau bis zur Nachkriegszeile.
Portfoliobetrachtung, standardisierte Konzepte und planbare Umsetzung über mehrere Objekte.
Die TGA Planungsgesellschaft mit Sitz in Mühlenbeck bei Berlin plant und realisiert die Umstellung von Gasetagenheizungen auf zentrale Wärmepumpen in Berlin und Brandenburg. Besonders häufig betreuen wir Altbauquartiere mit Etagenthermen in Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Neukölln, Friedrichshain, Charlottenburg und Pankow sowie Mehrfamilienhäuser in Potsdam, Oranienburg, Bernau und im Berliner Umland. Wir kennen die typischen Strangführungen, Hofsituationen und Schallschutzanforderungen der Region.
Ja. In den meisten Berliner und Brandenburger Bestandsgebäuden ist die Zentralisierung technisch möglich: Eine zentrale Wärmepumpe im Keller oder Hof versorgt neue Steigstränge, in jeder Wohnung übernimmt eine Wohnungsstation Heizung und Warmwasser. Entscheidend sind Aufstellort, Elektroanschluss, Strangführung und die Heizflächen – das klären wir in der Bestandsaufnahme.
Eine Wohnungsstation ist eine kompakte Übergabestation in der Wohnung. Sie verteilt die zentral erzeugte Wärme auf die Heizkörper und erwärmt Trinkwasser im Durchflussprinzip genau dann, wenn gezapft wird. Ein integrierter Wärmemengenzähler erfasst den Verbrauch je Wohnung.
In vielen Fällen ja. Wir berechnen die raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 und prüfen jeden Heizkörper auf die erreichbare Vorlauftemperatur. Häufig reichen der Tausch einzelner Heizkörper und ein hydraulischer Abgleich, um mit 50 bis 55 °C Vorlauf effizient zu heizen.
Wohnungsstationen erwärmen Trinkwasser dezentral im Durchfluss. Es gibt keinen zentralen Warmwasserspeicher und kein Zirkulationsnetz mit 60 °C. Die Anlage fällt damit in der Regel nicht unter die Untersuchungspflicht der Trinkwasserverordnung für Großanlagen, und die Wärmepumpe kann mit niedrigen Temperaturen laufen.
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind für den Heizungstausch auf Wärmepumpe je nach Bonus bis zu 70 % Zuschuss möglich. Förderfähig sind neben der Wärmepumpe auch Umfeldmaßnahmen wie Steigstränge, Wohnungsstationen, Heizkörper und der hydraulische Abgleich. Wir bereiten die technischen Unterlagen für den Antrag auf.
Der Umbau erfolgt strangweise im bewohnten Zustand. Die bestehenden Thermen laufen bis zur Umschaltung weiter, je Wohnung sind meist nur wenige Arbeitstage nötig. Je nach Größe liegt die Bauzeit für ein Haus mit 6 bis 12 Wohnungen typischerweise bei einigen Wochen bis wenigen Monaten.
Sie erhalten Planung und Umsetzung aus einer Hand: Wir planen das Konzept, koordinieren die Förderung und führen den Umbau mit unseren Partnerbetrieben für Heizung, Sanitär, Elektro und Bau aus. Ein Vertrag, ein Ansprechpartner, ein Terminplan. Auf Wunsch übernehmen wir auch nur die Fachplanung.
Als Buderus Profi Partner setzen wir auf aufeinander abgestimmte Systemtechnik: Wärmepumpen, Wohnungsstationen, Pufferspeicher und Regelung aus einem Haus. Das vereinfacht Planung, Gewährleistung und Service. Wo ein anderes System technisch besser passt, sagen wir das offen.
Beschreiben Sie Ihr Objekt: Anzahl der Wohnungen und Thermen, Baujahr, Kellersituation. Laden Sie Grundrisse, Fotos der Thermen und Stränge oder vorhandene Angebote direkt mit hoch. Sie erhalten eine erste technische Einschätzung und einen Vorschlag für das weitere Vorgehen.