Bestandsaufnahme und Bewertung
Grundlage jeder Sanierung ist ein sauberer Bestand: Rohrnetze, Heizflächen, Lüftungssituation, Zustand der Sanitärinstallation, Hüllfläche und tatsächliche Vorlauftemperaturen. Erst dann entsteht ein tragfähiges Konzept. Häufig liefern die Messwerte im Bestand ein deutlich anderes Bild als die alten Auslegungsdaten.
- Aufnahme Sanitär, Heizung, Lüftung im Bestand
- Bewertung Heizlast und Vorlauftemperatur
- Zustand Trinkwasser- und Abwasserleitungen (Blei, Kupfer, verzinkter Stahl)
- Nutzungs- und Betriebsanforderungen
Sanierungskonzept und Wirtschaftlichkeit
Ob Wärmepumpe, hydraulischer Abgleich, Strangsanierung oder komplette Gewerkeerneuerung — wir entwickeln ein Sanierungskonzept, das technisch trägt und langfristig wirtschaftlich bleibt. Inklusive Wirtschaftlichkeitsberechnung, BEG-Förderprüfung und individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) auf Wunsch.

Umsetzung in Etappen
Für bewohnte Gebäude planen wir bauabschnittsweise: strangweise, geschossweise oder als Wechselwohnungskonzept — so, dass die Nutzung während der Sanierung möglich bleibt. Kommunikation mit Verwaltung, Mietern und Handwerksbetrieben ist Teil der Planungsleistung.
Förderfähigkeit und Dokumentation
Wir dokumentieren nach BEG-Anforderungen (Fachunternehmererklärung, hydraulischer Abgleich Verfahren B, Nachweis Effizienzhaus-Stufe). So sichern Sie sich Zuschüsse und Kredite der KfW / BAFA — von der einzelnen Heizungsmodernisierung bis zur Komplettsanierung zum Effizienzhaus.
Bestandssanierung in Berlin und Brandenburg
Der Gebäudebestand in unserem Einzugsgebiet ist so vielfältig wie anspruchsvoll: Gründerzeit-Blockrandbebauung in Prenzlauer Berg, Kreuzberg oder Charlottenburg mit Einrohrheizungen und Bleileitungen, Plattenbauten in Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen mit Fernwärme und Strangsträngen aus den 1970er- und 1980er-Jahren, Siedlungsbauten der 1920er- und 1950er-Jahre sowie Einfamilien- und Reihenhäuser im Brandenburger Umland mit Öl- und Gaskesseln aus den 1990ern. Jeder Typ braucht ein eigenes Sanierungskonzept.
- Gründerzeit Berlin: Strangsanierung, Heizflächenprüfung für ≤ 55 °C Vorlauf, Trinkwasserhygiene nach DIN 1988-200, Schallschutz zu Nachbarwohnungen
- Plattenbau: Fernwärme-Übergabestation, hydraulischer Abgleich, Lüftung nach Fenstertausch (DIN 1946-6)
- Brandenburger Ein- und Zweifamilienhäuser: Heizungstausch Öl/Gas auf Wärmepumpe, Pufferspeicher, Warmwasserbereitung
- Gewerbe und Handel: Lüftungs- und Kältesanierung, Wärmerückgewinnung, Betriebskostenoptimierung
Fernwärme spielt in Berlin eine Sonderrolle: Nach dem Berliner Wärmeplanungs- und GEG-Fahrplan ist der Fernwärmeanschluss in vielen Innenstadtlagen die wirtschaftlichste Option; wir prüfen Verfügbarkeit, Anschlusskosten und Alternativen (Wärmepumpe, Hybrid). In Brandenburg gilt für viele Kommunen die kommunale Wärmeplanung bis Mitte 2028 – bis dahin sind Wärmepumpen und Biomasse-Lösungen oft der klare Weg. Die GEG-Anforderung von 65 % erneuerbarer Energie beim Heizungstausch berücksichtigen wir in jedem Konzept.
