Leistung 06 · Bestandssanierung

TGA Fachplanung für die energetische Bestandssanierung

Sanierung im bewohnten Gebäude, Strangsanierung, Kesseltausch und BEG-Förderung: wir analysieren den Bestand, entwickeln einen technischen Fahrplan und begleiten die Ausführung mit Rücksicht auf Bewohner und Betrieb.

Sensibel sanierte Altbaufassade mit modernisierter Haustechnik
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Bestandsaufnahme und Bewertung

Grundlage jeder Sanierung ist ein sauberer Bestand: Rohrnetze, Heizflächen, Lüftungssituation, Zustand der Sanitärinstallation, Hüllfläche und tatsächliche Vorlauftemperaturen. Erst dann entsteht ein tragfähiges Konzept. Häufig liefern die Messwerte im Bestand ein deutlich anderes Bild als die alten Auslegungsdaten.

  • Aufnahme Sanitär, Heizung, Lüftung im Bestand
  • Bewertung Heizlast und Vorlauftemperatur
  • Zustand Trinkwasser- und Abwasserleitungen (Blei, Kupfer, verzinkter Stahl)
  • Nutzungs- und Betriebsanforderungen
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Sanierungskonzept und Wirtschaftlichkeit

Ob Wärmepumpe, hydraulischer Abgleich, Strangsanierung oder komplette Gewerkeerneuerung — wir entwickeln ein Sanierungskonzept, das technisch trägt und langfristig wirtschaftlich bleibt. Inklusive Wirtschaftlichkeitsberechnung, BEG-Förderprüfung und individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) auf Wunsch.

Neue Heizzentrale mit Wärmepumpe und Pufferspeicher nach der Sanierung
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Umsetzung in Etappen

Für bewohnte Gebäude planen wir bauabschnittsweise: strangweise, geschossweise oder als Wechselwohnungskonzept — so, dass die Nutzung während der Sanierung möglich bleibt. Kommunikation mit Verwaltung, Mietern und Handwerksbetrieben ist Teil der Planungsleistung.

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Förderfähigkeit und Dokumentation

Wir dokumentieren nach BEG-Anforderungen (Fachunternehmererklärung, hydraulischer Abgleich Verfahren B, Nachweis Effizienzhaus-Stufe). So sichern Sie sich Zuschüsse und Kredite der KfW / BAFA — von der einzelnen Heizungsmodernisierung bis zur Komplettsanierung zum Effizienzhaus.

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Bestandssanierung in Berlin und Brandenburg

Der Gebäudebestand in unserem Einzugsgebiet ist so vielfältig wie anspruchsvoll: Gründerzeit-Blockrandbebauung in Prenzlauer Berg, Kreuzberg oder Charlottenburg mit Einrohrheizungen und Bleileitungen, Plattenbauten in Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen mit Fernwärme und Strangsträngen aus den 1970er- und 1980er-Jahren, Siedlungsbauten der 1920er- und 1950er-Jahre sowie Einfamilien- und Reihenhäuser im Brandenburger Umland mit Öl- und Gaskesseln aus den 1990ern. Jeder Typ braucht ein eigenes Sanierungskonzept.

  • Gründerzeit Berlin: Strangsanierung, Heizflächenprüfung für ≤ 55 °C Vorlauf, Trinkwasserhygiene nach DIN 1988-200, Schallschutz zu Nachbarwohnungen
  • Plattenbau: Fernwärme-Übergabestation, hydraulischer Abgleich, Lüftung nach Fenstertausch (DIN 1946-6)
  • Brandenburger Ein- und Zweifamilienhäuser: Heizungstausch Öl/Gas auf Wärmepumpe, Pufferspeicher, Warmwasserbereitung
  • Gewerbe und Handel: Lüftungs- und Kältesanierung, Wärmerückgewinnung, Betriebskostenoptimierung

Fernwärme spielt in Berlin eine Sonderrolle: Nach dem Berliner Wärmeplanungs- und GEG-Fahrplan ist der Fernwärmeanschluss in vielen Innenstadtlagen die wirtschaftlichste Option; wir prüfen Verfügbarkeit, Anschlusskosten und Alternativen (Wärmepumpe, Hybrid). In Brandenburg gilt für viele Kommunen die kommunale Wärmeplanung bis Mitte 2028 – bis dahin sind Wärmepumpen und Biomasse-Lösungen oft der klare Weg. Die GEG-Anforderung von 65 % erneuerbarer Energie beim Heizungstausch berücksichtigen wir in jedem Konzept.

FAQ

Häufige Fragen zur TGA-Planung

Welche Reihenfolge macht bei der Sanierung Sinn?

Zuerst die Gebäudehülle (Dämmung, Fenster) bewerten und ggf. verbessern, damit die Heizlast sinkt. Danach hydraulischer Abgleich und Heizflächen prüfen. Erst wenn das Gebäude mit niedriger Vorlauftemperatur (≤ 55 °C) beheizbar ist, lohnt sich der Umstieg auf Wärmepumpe. Diese Reihenfolge maximiert Fördermittel und Wirtschaftlichkeit.

Ist eine Sanierung im bewohnten Zustand möglich?

Ja. Wir planen bauabschnittsweise — strangweise, geschossweise oder mit Wechselwohnungskonzept. Für Mehrfamilienhäuser haben wir Erfahrung mit Strangsanierungen bei laufender Vermietung und stimmen alle Schritte eng mit Verwaltung und Mietern ab.

Welche Förderungen gibt es für die Sanierung?

Zentral ist die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) mit den Programmzweigen EM (Einzelmaßnahme) und EH (Effizienzhaus). Wärmepumpen erhalten aktuell bis zu 70 % Zuschuss (inkl. Klima- und Einkommensbonus), Fachplanungskosten sind förderfähig. Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) sichert 5 % Bonus.

Was kostet die Sanierungsplanung?

Für ein Mehrfamilienhaus mit Strang- und Heizungssanierung liegen die reinen Fachplanungskosten TGA typischerweise bei 25 000 – 80 000 € (abhängig von Größe, Bauabschnitten, Denkmal). BEG-Förderung deckt einen Teil davon ab; wir erstellen ein transparentes HOAI-Angebot vor Auftragserteilung.

Kontakt

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Ob Neubau, Bestandssanierung oder Projektentwicklung: Wir prüfen die technische Ausgangslage und entwickeln belastbare Planungsgrundlagen für Sanitär, Heizung und Lüftung.